Unterseiten

Das Institut Spawnpoint nimmt eine kulturoptimistische und medienpädagogisch-emanzipatorische Sichtweise ein. Wir widmen uns vorrangig den sozialen und bedürfnisorientierten Prozessen im Umgang mit Medien und Spielen. Erst in zweiter Linie beschäftigen wir uns mit den medialen und spielerischen Produkten. Die gesellschaftliche Förderung des homo ludens (des spielenden Menschen, der flexibel, Als-Ob, fehlertolerant, freiheitlich, regelhaftig, wiederholbar und offen agiert (siehe u.a. Johan Huizinga)) ist sowohl Ziel, als auch Ausrichtung aller Projekte, Events, Publikationen und der Arbeitsweise.

Sämtliche Projekte und Aktivitäten von Spawnpoint werden mit Blick auf ihre sozialpolitische Verantwortlichkeit entwickelt und umgesetzt. Ziel ist es einen ganzheitlichen Umgang mit ökologischen und ökonomischen Ressourcen unter Teilhabe aller Menschen zu praktizieren.

Unsere Prämissen:

Die technologische Entwicklung sollte unter dieser Perspektive nicht zuerst wirtschaftlichen Interessen dienen, sondern muss den konkreten Bedarfen von Menschen angemessen sein.

Entwicklungen sollten nicht zuerst gewinnmaximierenden Interessen dienen, sondern sich an den nachhaltigen Bedarfen von Menschen orientieren.

Medien und Spiele sind stets Zeugnisse ihrer gesellschaftlichen Epoche. Daher sind sie zu Teil selbst ökonomischen Entwicklungen unterworfen. Die sozialpädagogische und lebensweltorientierte Ausrichtung von Spawnpoint betrachtet daher Medien und Spiele auch kritisch bezüglich ihrer Motive und Ziele.

So werden auch nachteilige digitale Entwicklungen oder Anwendungen aufgezeigt und durch das Institut konstruktiv-kritisch hinterfragt. Wir sind davon überzeugt, dass durch eine kreative und spielerische Lebensweise große Potentiale im Menschen angestoßen werden können und somit Antworten auf viele aktuelle Herausforderungen liegen.

Diese systemische und ganzheitliche Förderung von Menschen hat das Ziel einen reflektierenden und selbstbestimmten Umgang mit Spielen und Medien anzuregen. Diese betten sich in breites kulturelles Bildungsverständnis ein. Alle (auch informellen) Bildungsinhalte werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil medienkonvergenter Systeme, die Kunst, Theater, Sport, Handwerk, Musik, Sprache und viele andere Bereiche einschließen. Die Förderung von Transferprozessen zwischen diesen Erlebnis- und Ausdruckswelten ist ebenso Ziel, wie die Freude am freien spielerischen Umgang damit.

Diese spielerische Perspektive behält Spawnpoint auch in der täglichen Arbeit bei. Das Institut betrachtet welche Rahmenbedingungen erfüllt und welche Haltung von pädagogisch Anleitenden eingenommen werden muss, um Spiele und Medien gelingend in Bildungsprozessen zu verwenden. Sowohl im Institut als auch in der Projektarbeit schließt dies einen achtsamen Umgang miteinander ein.